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Weiterbildung zur Suchttherapeutin/zum Suchttherapeuten psychoanalytisch (PA)

Allgemeine Information

Psychoanalytisch orientierte Weiterbildung

In dieser Weiterbildung geht es um das Anwenden einer auf Suchtkranke bezogenen Modifikation psychoanalytisch-interaktioneller Diagnostik und Therapie.

Diese Modifikation trägt der klinischen Erfahrung Rechnung, wonach Sucht und Abhängigkeit unter psychoanalytischem Verständnis häufig als strukturelle oder präödipale Störung zu verstehen ist.

 

Inhalte der PA - Weiterbildung:

  • Vermittlung einschlägiger Theoriemodelle und Konzepte der Psychoanalyse (psychoanalytische Entwicklungspsychologie, allgemeine Neurosenlehre, Lehre von den präödipalen Störungen),
  • Vermittlung der psychoanalytischen-interaktionellen Therapiemethode (Methode bedeutet, das dem/der Patienten/in vermittelt wird, wie sich der/die Therapeut/in selbst in einer ähnlichen Situation verhalten würde),
  • Spezielle Probleme im Behandlungsprozess (DEMO-Seminar).

Das Erlernen eines solchen Interventionsstils setzt voraus, dass der/die Therapeut/in in der Lage ist, die eigenen Reaktionen differenziert wahrzunehmen und für den therapeutischen Prozess nutzbar machen zu können. Deshalb hat die Selbsterfahrung in diesem Curriculum einen besonderen Stellenwert.

 

Anerkennung durch die Deutsche Rentenversicherung Bund:

Die Weiterbildung des GVS wurde erstmals 1993 von der Deutschen Rentenversicherung Bund (ehemals Verband Deutscher Rentenversicherungsträger) als Qualifizierung zum Gruppen- und Einzeltherapeuten im Tätigkeitsfeld der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker zur Anerkennung empfohlen. Nach einem positiv verlaufenen zweijährigen Prüfprozess hat die Deutsche Rentenversicherung Bund am 08.05.2017 erneut die Empfehlung zur Anerkennung für die Weiterbildung zur Suchttherapeutin/zum Suchttherapeuten ausgesprochen.

 

Zeitaufwand:

Die Weiterbildung erstreckt sich über 3 Jahre und findet berufsbegleitend statt. Die Präsenzzeiten betragen 15 Blockseminare je 40 Unterrichtseinheiten.

 

Zielgruppen:

  • approbierte Ärzte,
  • Psychologen mit Abschluss durch Diplom oder Abschluss eines konsekutiven Masters mit Berechtigung zur Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten,
  • Sozialarbeiter oder Sozialpädagogen mit Abschluss durch Diplom oder Bachelor "Soziale Arbeit", jeweils mit staatlicher Anerkennung.

 

Benötigte Unterlagen:

Wenn Sie sich um einen Weiterbildungsplatz bewerben möchten, bitten wir um Übersendung folgender Unterlagen (gerne auch per E-Mail):

  • ausgefüllter Anmeldebogen,
  • für Ärzte: Kopie der Approbation als Ärztin/Arzt,
  • für Psychologen: Kopie der Dipl.-Urkunde des Abschlusses als Psychologe/in oder Beurkundung des konsekutiven Masters als Psychologe/in,
  • für Sozialarbeiter und Sozialpädagogen: Kopie der Dipl.-Urkunde des Abschlusses als Sozialarbeiter/in oder Sozialpädagoge/in bzw. Urkunde des Abschlusses als Bachelor "Soziale Arbeit",
  • Beurkundung der staatlichen Anerkennung (als Sozialarbeiter/in oder Sozialpädagoge/in bzw. Bachelor "Soziale Arbeit"),
  • Bestätigung Ihrer Festanstellung durch den Arbeitgeber,
  • Mitteilung über Vollzeit- oder Teilzeitanstellung beim Arbeitgeber (mindestens 19,5 h),
  • Kurz-Konzeption Ihrer Einrichtung,
  • Beschreibung des Arbeitsplatzes,
  • 1 Lichtbild.

 

Weitere Voraussetzungen:

  • eine zum Zeitpunkt und während der Weiterbildung ausgeübte hauptamtliche Tätigkeit in einer Einrichtung der Suchthilfe (ambulant, ganztägig ambulant oder stationär),
  • eine zu Beginn der Maßnahme berufliche Vorerfahrung in der Suchthilfe,
  • Teilnehmer sollten die Möglichkeit haben, eine über mindestens sechs Wochen andauernde kontinuierliche Einzel- oder Gruppenbehandlung durchführen zu können.

 

Unterlagen zum Herunterladen:

Anmeldebogen

Curriculum

 


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