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Affektkontrolltraining (A.K.T.®) für Gruppenleitende in der Selbsthilfe

Allgemeine Informationen

 

Das Affektkontrolltraining (A.K.T.®) wird, als leib-, bewegungs- und ressourcenorientierte Methode, seit etwa 17 Jahren vor allem in den Bereichen Jugendhilfe, Suchttherapie, Strafvollzug und in der forensischen Psychiatrie eingesetzt und weiterentwickelt.
 

Der Fokus des A.K.T.® richtet sich unter Berücksichtigung der vier elementaren Ebenen menschlichen Lebens (sensomotorisch, spirituell, kognitiv und emotional) und der Einbeziehung archetypischer Bilder zunächst auf die Weiterentwicklung der Selbstwahrnehmung, Selbsterfahrung, Selbsterkenntnis und Selbstverteidigung (seelisch und körperlich) der Fachkräfte. Über die aktive Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung, dem Berufsverständnis und den damit verbundenen Rollenkonflikten geht es um die Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit unbeherrschbaren (Affekt) und gegensätzlichen Kräften (Kon-flikt) sowie dem Vermeiden oder Kontrollieren zerstörerischer Prozesse. Es ist somit ein Training der Basiskommunikation und Konfliktbearbeitung zur Förderung konstruktiver Prozesse.

 

Die körperbezogenen Methoden, insbesondere aus den Bereichen Aikido, Tai Chi und Qigong, bedienen sowohl den gesundheitsrelevanten als auch den erzieherisch-pädagogischen Bereich. Hierbei geht es um die Förderung von Ich-Stärke und personaler und sozialer Kompetenz – also um wesentliche Fähigkeiten, wenn es um Konflikt, Aggression, Gewalt und Sucht geht und wenn man neue Handlungsoptionen schaffen Kraft in beruflichen und privaten „Alltagskämpfen“ schöpfen will. Im Seminar soll ein Einblick in die theoretischen Grundlagen des Konzepts gegeben und Anwendungsbeispiele vorgestellt werden. Das eigene Ausprobieren soll neugierig machen auf diesen Ansatz und Anstöße geben, ohne Patentlösungen zu versprechen.

 

Methoden und Instrumente:

Imaginationen, die Auseinandersetzung mit archetypischen Bildern, asiatische Bewegungs- und Kampfkünste, Rollenspiele und intensiver Körperkontakt. Da es sich um Arbeit mit „Leib und Seele“ handelt, werden neben Theorieinputs insbesondere leichte Körper- und Bewegungsübungen ein Teil des Seminars sein.

 

Zielgruppe:

Gruppenleiter/-innen und Personen in Leitungs- und Führungspositionen im Rahmen von Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen

 

Referenten:

Dr. Thomas Brendel, Günter Buck, Gertrud Schröder

 

Dieses Seminar eignet sich für alle Führungskräfte im sozialen und im Gesundheitsbereich. Es kann auf Wunsch an verschiedene Zielgruppen angepasst werden.