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Mediensuchtberatung

Allgemeine Informationen

Vor allem für Eltern ist unverständlich, was da überhaupt passiert, wenn ihre Kinder sich rar machen und nach der Schule, statt der Hausaufgabenpflicht nachzukommen, zuerst den Weg an den Bildschirm wählen – und schnell fällt dann der Begriff der Sucht. Natürlich ist längst nicht alles Sucht, was für einen Außenstehenden danach aussieht – aber was wäre hier für eine Sucht gemeint? Ist es der Computer, das Spiel, die Art der Beschäftigung, die süchtig machen? Und wie steht es mit den ganzen anderen Medien: Machen Fernsehen, Handy, das Internet mit seinen Informationsangeboten, Blogs und Chat-Räumen den Menschen süchtig? Schon an dieser Stelle sei vorweggenommen, dass dem nicht so ist. Zumindest sind es nicht Medien als solche, die süchtig machen. Vielmehr geht es um exzessive Nutzung von Medien. Ein Verhalten, das Suchtstrukturen begründen kann, wie etliche Studien und Erfahrungen von Fachleuten zeigen. Der Begriff der Mediensucht ist übergreifend und versammelt unterschiedliche Ausformungen wie beispielsweise Computerspielsucht oder Onlinesexsucht.

 

Mediensuchtberatung – Wie geht das?

Noch immer ist unklar, welcher Beratungs- und Therapiebedarf durch exzessive Mediennutzung entstehen wird. Deutlich ist aber schon jetzt, dass unser Beratungs- und Hilfesystem auf diese Thematik häufig nicht adäquat eingestellt ist – jüngste Umfragen und Rückmeldungen bestätigen dies. Die Fortbildung soll zum einen grundsätzliche Fragen zur Thematik beantworten, zum anderen soll sie Methoden und Instrumente zur Beratung an die Hand geben. Impulsreferate, Praxisbeispiele, Diskussion sowie der Austausch im Rahmen von Arbeitsgruppen runden die Veranstaltung ab.

 

Zielgruppe:

Beschäftigte aus Einrichtungen der ambulanten und stationären Sucht- und Drogenhilfe, engagierte Personen aus der Suchtselbsthilfe sowie sonstige fachlich interessierte Personen

 

Referenten:

Jannis Wlachojiannis, Leiter des Projekts "Lost In Space", Berlin 

Knut Kiepe, Suchtreferent des GVS, Berlin