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„Double Trouble“ – Integrative Behandlungs- und Versorgungskonzepte für Menschen mit Doppeldiagnosen

(psychische und substanzbezogene Störungen) Allgemeine Informationen

Seit den 90er-Jahren rückt das Thema psychiatrische Komorbidität und Suchtbehandlung stärker in den Mittelpunkt. Einrichtungen der psychiatrischen und der suchtbezogenen psychosozialen Dienste sehen sich zunehmend mit Patienten/-innen und Klienten/-innen konfrontiert, die sowohl Suchtstörungen als auch psychische Störungen gleichzeitig haben. Es existieren viele Verunsicherungen hinsichtlich Diagnose, Indikation und Interventionen, die nicht zuletzt aus widersprüchlichen Therapieempfehlungen einerseits für psychische Störungen und andererseits für Suchtstörungen herrühren.
Das Inhouse-Seminar zeigt Möglichkeiten auf, wie beide Störungsbereiche im ambulanten und/oder (teil-)stationären Rahmen integrativ behandelt werden können und wie Versorgungssysteme der Psychiatrie, der Wohnungslosenhilfe, der Jugend- und Drogenhilfe und der Suchtkrankenhilfe interdisziplinär, kooperativ und vernetzt zusammenarbeiten können, damit Menschen mit Doppeldiagnosen körperlich, psychisch und sozial dauerhaft Verbesserungen ihrer Lebensqualität erreichen können. 

 

Inhalte in dieser Inhouse-Fortbildung sind:

  • Definition, Epidemiologie, Verlauf und Prognose von Doppeldiagnosen
  • Störungsmodelle
  • Diagnostik und Indikation (Fallkonzept)
  • Integrative Behandlungsansätze für Patienten/-innen und Klienten/-innen mit Doppeldiagnosen
  • Evidenz integrativer Behandlungskonzepte
  • Gestaltung entsprechender Versorgungsverbünde für Menschen mit Doppeldiagnosen

 

Literaturhinweise:

Nouvertné, K., Wessel, Th., Zechert, Ch. (Hg.) (2002). Obdachlos und psychisch krank. Psychiatrie Verlag, Bonn

Moggi, F. (2002). Doppeldiagnosen – Komorbidität psychischer Störungen und Sucht. Verlag Huber, Bern

Moggi, F., Donati, R. (2004). Psychische Störungen und Sucht: Doppeldiagnosen. Hogrefe Verlag, Göttingen

D´Amelio, R., Behrendt, B., Wobrock, T. (2006). Psychoedukation Schizophrenie und Sucht – Manual zur Leitung von Patienten- und Angehörigengruppen. Verlag Urban und Fischer, München

 

Zielgruppe:
 
Mitarbeiter/-innen aus psychiatrischen Versorgungseinrichtungen, aus der Suchtkrankenhilfe, der Wohnungslosenhilfe, der Jugend- und Drogenhilfe

 

Referent:

Dr. Theo Wessel, Diplom-Psychologe, appr. Psychotherapeut (VT, Psychodrama), Supervisor, PEGPAK- und PEGPPOK-Moderatorenausbilder, MI-Trainer und MINT Inc.-Mitglied. Geschäftsführer des Gesamtverbandes für Suchtkrankenhilfe in der Diakonie (GVS), Berlin