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Psychoedukative Gruppenprogramme in der Behandlung von Substanzstörungen

Allgemeine Informationen

Psychoedukative Gruppenprogramme in der Behandlung von Substanzstörungen

Zwei psychoedukative Programme bei substanzbedingten Störungen können jeweils als strukturierte, manualisierte und curriculare/modualisierte Gruppenprogramme vorgestellt und in ihren Grundlagen und Durchführungsanforderungen im Rahmen eines Inhouse-Seminars eingeübt werden: 

  • PEGPAK ist ein zieloffenes Programm mit Manual zur Erreichung von Nullkonsum oder Konsumreduktion für Menschen mit problematischem Alkoholkonsum, die riskante oder abhängige Konsummuster entwickelt haben. Das Programm umfasst 9 Gruppentreffen von etwa 90 bis 120 Minuten und kann in unterschiedlichen Settings
    (präventiv, ambulant, stationär) eingesetzt werden. Dieses Programm setzt auf das Präventionsprinzip „Gesundheitsgerechter Umgang mit Alkohol/Reduzierung des Alkohols“ und findet so Anerkennung von Krankenkassen nach § 20 Abs.1 SGB V.

 

  • PEGPPOK ist ein strukturiertes, manualisiertes Programm mit 12 Gruppentreffen von etwa 75 Minuten für Menschen mit Drogenproblemen, das auf Stärkung von Selbstkontrolle setzt, einen selbstorganisierten Ausstieg aus der Drogenabhängigkeit stützt, bzw. auf einen selbstbestimmten Umgang mit Drogen, der nicht in einem nennenswerten Masse mit persönlichen Zielen kollidiert, hinarbeitet. Es gibt Varianten für  stationäre und ambulante Settings.

 

Es werden Elemente aus beiden Programmen präsentiert und praktisch erprobt, gruppenleitungsbezogene Voraussetzungen für die Moderatorentätigkeit erörtert und entsprechende Implementierungsstrategien im jeweiligen Handlungsfeld (Suchtprävention,  Suchtberatung, Suchtbehandlung, Jugendhilfe, Wohnungslosenhilfe usw.) vorgestellt und erarbeitet. Die Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat als Moderator/in für das strukturierte Gruppenprogramm PEGPAK oder PEGPPOK.

 

Literaturhinweise:

Wessel, Th., Westermann, H. (2002). Problematischer Alkoholkonsum – Entstehungsdynamik und Ansätze für ein psychoedukatives Schulungsprogramm. Lambertus, Freiburg.

Wessel, Th., Westermann, H. (2005). Das psychoedukative Gruppenprogramm bei problematischen Alkoholkonsum (PEGPAK) - Die Selbstkontrolle wiedergewinnen. KONTUREN 3-2005, S. 8-10.

Wessel, Th. (2005). Das psychoedukative Gruppenprogramm bei problematischen Partydrogen- und Opiatkonsum (PEGPPOK) – Mit Drogen selbstbestimmt umgehen. KONTUREN 3-2005, S. 11-13.

 

Zielgruppe:

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Einrichtungen oder Einrichtungsverbünden der Suchtprävention, Suchtberatung, Suchtbehandlung und aus angrenzenden Hilfefeldern
( Psychiatrie, Jugendhilfe, Schuldnerberatung, Wohnungslosenhilfe usw.)

 

Referent:

Dr. Theo Wessel, Diplom-Psychologe, appr. Psychotherapeut (VT, Psychodrama), Supervisor, PEGPAK- und PEGPPOK-Moderatorenausbilder, MI-Trainer und MINT Inc.-Mitglied. Geschäftsführer des Gesamtverbandes für Suchtkrankenhilfe in der Diakonie (GVS), Berlin