GVS-Fortbildungsworkshop für Ausbildende von freiwillig Mitarbeitenden in der Suchthilfe
03./04.12.10, Berlin
Einführung in die strukturierte Arbeit mit Gruppen - Motivational Interviewing (MI) als Ausbildungsinhalt
Selbsthilfe findet für gewöhnlich in Gruppen statt. Die Form des Austausches und der Diskussion ist damit auch ein wichtiges Steuerinstrument für leitende Personen in der Gruppe und so auch ein wesentlicher Inhalt der Ausbildung zu freiwillig Mitarbeitenden in der Suchthilfe.
In den letzten Jahren haben sich strukturierte, manualisierte Gruppenprogramme durchgesetzt. Für die Leitung und Moderation von Gruppen in der Suchthilfe ist es entscheidend, das Potential einer Gruppe zu wecken und hervorzurufen. Dies entspricht in besonderer Weise der Haltung und Methodik des MI. Eine Zielsetzung für die Selbsthilfe wäre dabei die Bestärkung und Unterstützung der eigenen und bereits erlebten Veränderungsmotivation und -bereitschaft und damit die Verfestigung des einmal eingeschlagenen Wegs der Abstinenz. Zentrale Frage ist hier „Wie ist die Bereitschaft in der Gruppe?“, das heisst, dass das klientenzentrierte und direktive methodische Vorgehen auf die Gruppensituation in strukturierte Weise übertragen wird. Die unterschiedlichen Erfahrungen, Meinungen, Werte und Motivationen gilt es als Ressource zu verstehen und ent-sprechend für alle Beteiligten nutzbar zu machen.
Neben der fachlichen Vermittlung von neuen Kenntnissen bietet dieser Fortbildungsworkshop auch genügend Zeit und Raum zum Austausch, zur Diskussion und zur Problemanzeige.
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